Jetzt erst recht. Warum wir uns angegriffen fühlen.

Sea-Watch & Friends Solitour

Di: 23.04.2019
Doors: 19:00

Sea-Watch & Friends Solitour

Einlass 19°° Uhr / Beginn 19³° Uhr

An diesem Abend wird zum einen der Vortrag “Europäische Außenpolitik vs. Menschenrechte” nachgeholt (für Infos siehe ganz unten), der aufgrund des Polizeieinsatzes im Mensch Meier am Abend des 30.03.2019 nicht stattfinden konnte. Ganz nach dem Motto: Jetzt erst recht. Wir lassen uns die Bühne nicht nehmen.

Zum anderen möchten wir, als verschiedene Akteurinnen und Akteure, unsere solidarischen Perspektiven auf den Einsatz, auf Gesetzesverschärfungen und auf aktuelle Repressionen gegenüber linken und künstlerischen Strukturen aufzeigen. Außerdem möchten wir an diesem Abend erklären, warum/wovon wir uns angegriffen fühlen und damit eine bereichsübergreifende Sensibilisierung und Solidarisierung anstoßen.

Wir tun dies nacheinander in kurzen Statements von max. 5 Minuten und wenden uns dann den Fragen aus dem Publikum und einer weiteren Diskussion zu. Die Moderatorin des Abends ist Margarita Tsomou und kurze Statements geben u.a.:

– Rechtsanwältin XY
– tba.
Mensch Meier
Reclaim Club Culture
Clubcommission Berlin
Sea-Watch
Seebrücke – Schafft sichere Häfen & Seebrücke Berlin
Bürger_innen Asyl Berlin (Vortrag)
Corasol (Vortrag)
Wir fordern: Familiennachzug für Alle (Vortrag)
Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen (Vortrag)

Einlass 19:00 und Vortrag von 19:30 – 20:45 Uhr
Statements und Diskussion von 21:00 – 22:30 Uhr
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░ Eintritt gegen kleine Spende ░
░ 100% für Repressionskosten ░
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Wir bitten alle, die sich hiervon angesprochen fühlen,
diesen Satz auszuformulieren und uns zu schicken:

Wir fühlen uns angegriffen, weil/wenn …

RSNZRFLXN:
Wir, als Veranstalter*innen der betroffenen „Nacht der zivilen Seenotrettung“ im Mensch Meier, fühlen uns angegriffen, weil dieser Einsatz überfallartig und unverhältnismäßig war und er unsere politische Veranstaltung störte.
Pressemitteilung: https://www.facebook.com/rsnzrflxn/photos/a.1766133836954443/2443981032503050/?type=3&theater

Sea-Watch:
Wir fühlen uns angegriffen, weil Solidarität immer in zwei Richtungen funktioniert: ein Angriff auf die Rechte Flüchtender im Mittelmeer ist auch ein Angriff auf die Würde jede*r Europäer*in. Und ebenso ist ein Angriff auf Strukturen, die sich mit der zivilen Seenotrettung solidarisieren, auch immer ein Angriff auf uns.

Reclaim Club Culture:
Wir fühlen uns angegriffen, weil wir den Einsatz als Angriff auf Strukturen sehen, die sich mit einer klaren antifaschistischen Position gegen die Afdisierung der Gesellschaft stellen. #nocopsinclubs
Solidarisierungsaufruf: https://www.facebook.com/reclaimclubculture/photos/a.1703910499704122/2173165039445330/?type=3&theater

Mensch Meier:
Wir fühlen uns angegriffen, weil die angewandte Gewalt, inkl. Waffengewalt, völlig unverhältnismäßig war.

Seebrücke:
Wir fühlen uns angegriffen, weil in einer solidarischen Gesellschaft ein Angriff auf Schutzsuchende auch immer uns allen gilt. Das Geordnete-Rückkehr-Gesetz ist ein massiver Angriff auf die Menschenwürde, schränkt Rechtsstaatlichkeit, faire Verfahren und zivilgesellschaftliches Engagement ein.

Nina vom Peng Collective:
Wir fühlen uns angegriffen, weil wir angegriffen werden: Kritisches gesellschaftliches Engagement gegen den Status Quo erfährt immer mehr und immer offensichtlichere Repression. Ob in der Seenotrettung, im Kampf für Klimagerechtigkeit, für das Recht auf Stadt oder in der Kunst
geraten progressive und linke (nicht mal linksradikale) Projekte zunehmend unter Druck, während rechts(extreme) Strukturen und Praxen
sowohl in der Gesellschaft als auch innerhalb staatlicher Institutionen ungestört gedeihen.

://about blank:
Wir fühlen uns angegriffen, weil die eskalierende gewaltförmigkeit der europäischen ausgrenzungspolitik und die fortschreitende ausweitung polizeilicher befugnisse zwei aspekte der gleichen politik sind: die normalisierung autoritär-repressiver exzesse zum ausnahmezustand in permanenz.

…. hier könnte dein Satz stehen!

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░ Vortrag ░
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Europäische Ausgrenzungspolitik vs. Menschenrechte

Dieser Vortrag ist eine Betrachtung globaler und lokaler Ungerechtigkeiten im Kontext der Migration. Wir vollziehen darin eine informative Reise von Nordafrika (vermeintliche Entwicklungshilfe, Fluchtursachen etc.), übers Mittelmeer bis hinein in die Willkommenarbeit und die Handlungsoptionen vor der eigenen Haustür.

Es sprechen Sea-Watch, Seebrücke Berlin und Aktivist*innen von:
Bürger_innen Asyl Berlin
Corasol
Wir fordern: Familiennachzug für Alle
Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen

Sea-Watch & Friends Solitour im Mensch Meier am 30.03.
https://www.facebook.com/events/2403933989639241/

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░ DANKE ░
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Ein großes Danke an das SO36, das uns so kurzfristig und solidarisch ihre Türen öffnet!

Ebenso ein großes Danke an Katalin Gennburg, Georg Kössler und alle die sich zügig um Aufklärung des Einsatzes bemüht haben. (Dieser ist nicht abschließend geklärt.)

Noch ein großes Danke an alle Pressevertreter*innen, von denen eine saubere Berichterstattung ausging. Das Mensch Meier hat(te) dazu was zu sagen: https://www.facebook.com/243748706006277/photos/a.825905831123892/827893220925153/?type=3&theater

Auch ein großes Danke an alle, die nach dem Einsatz Solidarität bekundet und die #nocopsinclubs Kampagne der Reclaim Club Culture unterstützt haben.

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